Das berühmte Haar in der Suppe- oder: Das Leben ohne „ja, aber“ genießen

Egal, wie gut die Suppe Ihres Lebens schmeckt – irgendein Haar, sprich den einen oder anderen negativen Aspekt, gibt es immer. Denn fast nichts ist jemals wirklich hundertprozentig perfekt. Beispiele gibt es genügend:

  • Sie stehen vor einer der schönsten Kirchen der Welt mit einer grandiosen Aussicht. Die Sonne scheint, aber es weht ein kalter Wind.
  • Sie finden die Arbeit Ihres Kollegen ganz hervorragend, bis auf diese eine winzige Kleinigkeit.
  • Mein Partner ist wirklich ein toller Mann, wenn er nicht diese eine Macke hätte.
  • Es ist ein herrlicher Tag, schade, dass er so kurz ist.
  • Das Essen war hervorragend, aber der Kellner eine Katastrophe.
  • Du bist super gelaufen, allerdings ein kleines bisschen zu langsam.

Wäre das Leben doch ein Drei-Sterne-Restaurant, in dem Sie sich beschweren können, wenn Sie ein Haar in der Suppe finden. Um zu Recht davon auszugehen, dass Ihnen dann eine neue, natürlich perfekte Suppe serviert wird. Leider serviert Ihnen das Leben keine neue Suppe. Der Moment, der Tag, der Urlaub ist einmalig und lässt sich nicht wiederholen. 

Mit der Einschränkung – dem „Ja, aber“ – eines nahezu perfekten Moments verderben Sie sich und gegebenenfalls auch anderen diesen kostbaren Moment. Seltsamerweise speichert das Gehirn nämlich die „Ja, abers“ stärker ab als die vielen guten Dinge, die Ihnen widerfahren. Letztendlich sind die wenigen negativen Aspekte, die kleinen Haare in der Suppe, aber vollkommen unwichtig und verdienen überhaupt nicht soviel Aufmerksamkeit. 

Konzentrieren Sie sich konsequent auf das Gute und Schöne. Legen Sie das Haar einfach unkommentiert zur Seite. Sie können durchaus die Existenz von negativen Dingen wahrnehmen, ohne dem größere Bedeutung beizumessen oder gar andere mit der Nase drauf zu stoßen. 

Was hat das mit Optimismus zu tun? 

Kleinere negative Aspekte geflissentlich zu „übersehen“ ist eine relativ leichte Übung, eingetretene Denkpfade zu verlassen und langsam, aber sicher, Ihre Denkgewohnheiten in eine positive Richtung zu locken. Wenn Sie in allen möglichen alltäglichen Situation versuchen, sich die „Ja, abers“ zu verkneifen und es Ihnen zunehmend gelingt, einen Moment uneingeschränkt zu genießen auch wenn er nicht perfekt ist, dann wird es Ihnen auch zunehmend leichter fallen, tiefer liegende Denkmuster umzuwandeln.

Viele erfüllte Momente mit der Fähigkeit, das Haar in der Suppe nicht überzubewerten und das Wesentliche zu genießen wünscht Ihnen Ihre Sabine Holzhauser

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