Inseln der Ruhe

Konzentrative Entspannung stärkt die Konzentration, entspannt und beruhigt den Organismus in stressigen Situationen und hilft gegen Ängste aller Art.

Der Nervenarzt J. H. Schultz entwickelte sie 1932. Seither ist sie fester Bestandteil der Medizin und Psychotherapie.

Nach einer Einstimmung folgen Übungen zu Schwere, Atem und Wärme. Die Vorstellung, dass ein angesprochener Körperteil ganz schwer ist, löst dort eine tiefe Muskelentspannung aus. Die Vorstellung von Wärme fördert die Durchblutung. Dadurch können durch Stress ausgelöste organische und seelische Störungen gezielt behoben werden.

Die Einstimmung und der Ausstieg sind immer dieselben.

Der Einstieg: Suchen Sie sich einen ruhigen Ort und stellen Sie mögliche Störquellen ab. Hilfreich ist eine kuschelige Decke für Wärme und Wohlbefinden.

  • Sagen Sie zu sich mehrmals: „Ich bin ganz ruhig. Ich ruhe in mir.“
  • Spüren Sie Ihrem Atem nach.
  • Gedanken dürfen kommen und auch wieder gehen.

Danach üben Sie die einzelnen Inseln. Für den Anfang probieren Sie erst mal eine Insel für 10 Minuten aus. Danach können Sie die Zeit verlängern oder eine zweite und dritte Insel anhängen.

Der Ausstieg: Ballen Sie Ihre Hände zur Faust, recken Sie die Arme nach oben und sagen Sie sich: „Ich bin ganz wach und klar.“ Dann strecken und räkeln Sie sich wie eine Katze.

Beenden Sie Ihre Übungen immer mit dem Ausstieg, damit Sie wieder richtig wach und in der Gegenwart sind.

1.Insel: Schwere-Übung für den Körper

  • Stellen Sie sich vor, Sie liegen wie ein großer glatter Stein im warmen Sand.
  • Sie sinken angenehm schwer in den Sand.
  • Sie fühlen sich wie ein großer schwerer Stein im warmen Sand.
  • Sie sind ganz schwer. Ihr ganzer Körper ist ganz schwer.
  • Sagen Sie zu sich: „Ich bin ganz ruhig und entspannt.“

2. Insel: Organ-Übung für den Atem

  • Stellen Sie sich vor, Sie sehen an nachtblauen Himmel viele leuchtende Sterne und mittendrin die schmale Mondsichel.
  • Am Mond hängt eine Schaukel mit ganz langen silbernen Schnüren.
  • Sie setzen sich in die Mondschaukel und schwingen auf ihr sanft hin und her.
  • Sie fühlen, wie sich Ihr Atem den Bewegungen anpasst – hin und her.
  • Ihr Atem ist ruhig und gleichmäßig. Ihr Atem geschieht.
  • Sagen Sie zu sich: „Ich atme ganz ruhig und entspannt.“

3. Insel: Wärme-Übung für das Sonnengeflecht

  • Stellen Sie sich vor, ein Mensch, den sie mögen, massiert mit warmen und wohltuenden Bewegungen Ihren Bauch und das Nervengeflecht, das sich wie eine Sonne rund um Ihren Bauchnabel befindet.
  • Sie fühlen das warme und wohlriechende Öl auf der Haut.
  • Ihr Bauch wird strömend warm.
  • Sie spüren die Wärme im Bauch und wie sich die Wärme im ganzen Körper ausbreitet.
  • Sagen Sie zu sich: „Ich spüre angenehme Wärme im Körper.“

Viel Entspannung, Ruhe und auch ein wenig Geduld bei Ihren Inselbesuchen wünscht Ihnen Ihre Sabine Holzhauser 

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